Der Begriff Trauma ist heute sehr weit gefasst – von einem Geburtstrauma über kleine, alltägliche Verletzungen bis zu schweren, klinisch relevanten Traumata. Genau deshalb lässt sich diese Frage nicht pauschal beantworten. Es ist eine Frage des Ermessens.
Viele energetische Themen, die in Readings auftauchen, haben mit Prägungen zu tun, die man im weiteren Sinne als traumatisch beschreiben könnte – etwa Erfahrungen rund um eine schwierige Geburt, frühe Verlassenheitsgefühle oder energetische Abdrücke aus belastenden Situationen. Hier arbeite ich bewusst auf der energetischen Ebene mit – genauso, wie es im vorherigen Abschnitt beschrieben ist: als Ergänzung, nicht als Ersatz, oft Hand in Hand mit einer begleitenden therapeutischen Arbeit, wenn diese bereits stattfindet.
Die Grenze ziehe ich dort, wo sich eine akute, klinisch relevante Traumatisierung zeigt – etwa nach schweren Erlebnissen, mit ausgeprägten Symptomen oder erkennbarer psychischer Belastung. In diesen Fällen mache ich deutlich, dass eine fachtherapeutische Begleitung wichtig ist, und ordne meine eigene Arbeit als unterstützend, nicht als alleinige Bearbeitung ein.
Was für mich in jedem Fall gilt: Ich dränge niemanden, tiefer in ein Thema zu gehen, als es sich richtig anfühlt. Und ich benenne offen, wenn ich den Eindruck habe, dass professionelle therapeutische Unterstützung sinnvoll wäre – unabhängig davon, ob wir gleichzeitig energetisch weiterarbeiten.